
Vortragsabend am 02.06.2026 bei AniCura Alzenau – TEER mit V-Clamp beim Hund
16. März 2026
Erstes deutsches TEER-Symposium mit V-Clamp
Über 80 Tierärzte in AniCura Alzenau
Am 02. Juni 2026 fand bei AniCura Alzenau das erste deutsche Symposium zum Thema TEER (Transcatheter Edge-to-Edge Repair) mit dem V-Clamp-System statt. Mit mehr als 80 teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzten entwickelte sich die Veranstaltung zur bislang größten Fachveranstaltung dieser Art in Europa und setzte einen wichtigen Meilenstein für die interventionelle Tierkardiologie.
Im Mittelpunkt des Symposiums standen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, klinische Erfahrungen und die Weiterentwicklung minimalinvasiver Behandlungsmöglichkeiten für Hunde mit Mitralklappeninsuffizienz.
Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Prof. Brianna Potter von der Colorado State University, die ihre umfangreichen Erfahrungen sowie aktuelle Behandlungsergebnisse mit dem V-Clamp-System präsentierte. Ergänzend stellte Ricardo Abrantes die Daten und Patientenergebnisse von AniCura Alzenau vor. Dabei wurde deutlich, dass das Team zum Zeitpunkt des Symposiums (Stand: 02.06.2026) mit über 20 erfolgreich behandelten Hunden bereits die größte Patientengruppe für die interventionelle Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz in Deutschland betreute. Inzwischen wurden bereits über 25 Hunde mit dem V-Clamp-System behandelt (Stand: 02.07.2026), wodurch diese führende Position weiter ausgebaut werden konnte.
Auch innovative Entwicklungen aus der Industrie waren Teil des Programms. Boehringer Ingelheim, vertreten durch Dr. Donhauser, präsentierte die neue KI-gestützte Auskultations-App CanineBeat AI, die die frühzeitige Erkennung von Herzerkrankungen bei Hunden unterstützen und die Tierkardiologie weiter voranbringen kann. Darüber hinaus gab NaCure Medical einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des V-Clamp-Systems sowie auf die Perspektiven dieser innovativen Behandlungsmethode.
Als eines der aktivsten Teams für interventionelle Tierkardiologie in Deutschland sind wir stolz darauf, Hunden mit Mitralklappeninsuffizienz moderne, minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können. Veranstaltungen wie dieses Symposium fördern den wissenschaftlichen Austausch, stärken die Zusammenarbeit innerhalb der veterinärmedizinischen Fachwelt und tragen dazu bei, neue Therapieverfahren weiterzuentwickeln.
Im kollegialen Austausch wurde jedoch auch deutlich, dass die TEER-Behandlung mit dem V-Clamp-System vielen Haustierärztinnen und Haustierärzten noch nicht ausreichend bekannt ist. Dadurch werden geeignete Patientinnen und Patienten bislang nicht immer frühzeitig an spezialisierte Zentren überwiesen. Eine bessere Aufklärung und Vernetzung kann dazu beitragen, dass künftig mehr Hunde mit Mitralklappeninsuffizienz von dieser innovativen Therapie profitieren und ihre Lebensqualität sowie Lebenserwartung deutlich verbessert werden.





